Kultur

Kultur wird in der Stadt Rapperswil-Jona gross geschrieben. Der Ortsverwaltungsrat und der Stadtrat verstehen die Kulturpolitik als Verbundaufgabe. Mit ihrer gemeinsamen Kulturpolitik wollen Stadt und Ortsgemeinde die Stadt Rapperswil-Jona als kulturelles Zentrum am oberen Zürichsee stärken Für die Umsetzung der strategischen Ziele übernehmen sie gemeinsam die Verantwortung. Dazu ist die Ortsgemeinde auch im Kulturrat der Stadt vertreten und speist mit finanziellen Mitteln den gemeinsamen Kulturtopf. Aus diesem werden die Gesuche der Kulturschaffenden unserer Stadt finanziert.

 

Kulturförderung

Klassische Konzerte im grossen Rittersaal im Schloss und das Stadtmuseum mit seinen ständigen Exponaten und regelmässigen Wechselausstellungen: Dies sind nur zwei Beispiele der mannigfaltigen kulturellen Angebote, die Rapperswil-Jona zu einer ausgesprochen lebendigen Kulturstadt machen. Diese Vielfalt auf hohem Niveau zu bewahren und zu fördern, haben die politische Gemeinde und die Ortsgemeinde zur gemeinsamen Aufgabe erklärt. Dabei stützen sie sich auf das Kulturleitbild, das in Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden aus allen Bereichen erstellt wurde. Die Umsetzung wird vom Kulturrat als beratender Kommission, in der Ortsverwaltungsrat und Stadtrat mit je zwei Mitgliedern vertreten sind, mitgetragen. Der Kulturrat prüft beispielsweise eingehende Gesuche für finanzielle Beiträge an kulturelle Veranstaltungen und Arbeiten aus dem von politischer und Ortsgemeinde geäufneten Kulturfördertopf. Er pflegt aber auch die Kontakte zu den Kulturschaffenden sowie zu verschiedenen Partnern.


Konzertprogramm 2017/2017

kulturpack.ch

rapperswil-jona.ch

Stadtmuseum

Das Museum mit seiner Sammlung von historischen Objekten versteht sich als kulturelles Gedächtnis der Stadt und ihrer Bevölkerung. Es präsentiert im Brenyhaus, Brenyturm und dem zeitgenössisch architektonischen Zwischenbau in achtzehn stimmungsvollen Räumen eine neu konzipierte Dauerausstellung zu 800 Jahre Stadt- und Kulturgeschichte von Rapperswil-Jona. Im Eingangsfoyer erwartet das Publikum ein grosses Stadtmodell, das die Stadt um 1780 zeigt. Industriegeschichte und Zirkus Knie, historische Wohneinrichtungen, Goldschmiedekunst und Kriegsgeschichten – die Vielfalt der Themen ist gross. Periodische Wechselausstellungen sowie Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder machen das Museum zu einem Anziehungspunkt für die regionale Bevölkerung, für Schulen, Familien sowie Touristinnen und Touristen.


stadtmuseum-rapperswil-jona.ch

Stadtarchiv

Das Stadtarchiv ist das Archiv der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona. Es umfasst die Urkunden, Akten und Bücher der alten Stadt Rapperswil bis 1798, von denen die ältesten in die Zeit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert zurückreichen. Diese umfangreiche historische Sammlung bildet eines der wertvollsten Gemeindearchive im Kanton. Im Weiteren ist das Stadtarchiv verantwortlich für die Archivierung des schriftlichen und digitalen Nachlasses der Ortsgemeinde bis in die Gegenwart.

Eine umfassende Sammlung an Druckgrafiken, Zeichnungen und vor allem Fotografien bildet das visuelle Gedächtnis der Stadt Rapperswil-Jona. Das Archiv sammelt zudem private Nachlässe, die von Bedeutung für die Geschichte der Stadt sind.


Leiter Stadtarchiv: Mark Wüst
055 210 24 84 (MI - FR)
055 225 79 00 (Mo)
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Schloss

Das im 13. Jahrhundert erbaute Schloss Rapperswil ist das Wahrzeichen der Stadt schlechthin und hat seinen festen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben von Rapperswil-Jona. Im von Veranstaltenden den wie Künstlerinnen und Künstler wegen seiner hervorragenden Akustik und seines stimmungsvollen Ambientes gleichermassen geschätzten grossen Rittersaal im dritten Obergeschoss finden beispielsweise Konzerte, Vorträge und private Feierlichkeiten statt. Brautpaare wählen das Schloss zudem gerne als Ort ihrer zivilen Trauung; zu diesem Zweck stellt die Ortsgemeinde der Stadtverwaltung jeweils die Grafenstube zur Verfügung. Für den anschliessenden Apéro oder auch das Festmahl bieten sich die kleineren und grösseren Säle und natürlich der malerischen Schlosshof an. Seit 1975 logiert im zweiten Stockwerk des Schlosses das Polenmuseum, das vom 1954 ins Leben gerufenen Verein der Freunde des Polenmuseums geführt wird.


Schlossgeschichte
schlossrapperswil.com
muzeum-polskie.org
Rittersaal mieten

Projekt Schloss

Das Schloss Rapperswil ist ein Wahrzeichen, das weit über die Region Rapperswil-Jona hinaus wahrgenommen wird. Aufgrund seiner eindrücklichen Lage und Gestalt ist das Schloss bereits heute eine touristische Attraktion. Die heutigen Verhältnisse erlauben es jedoch kaum, das Schloss offener für kulturelle, gesellschaftliche und touristische Anlässe zu nutzen. Die Ortsgemeinde hat deshalb als Eigentümerin des Schlosses in Kooperation mit der Stadt in einem breit abgestützten Prozess ein neues Nutzungskonzept entwickelt. Damit soll das Schloss als Identifikationssymbol von Rapperswil-Jona gestärkt werden: offenes Haus für die lokale Bevölkerung, Tourismusattraktion und attraktiver Veranstaltungsort. Und zwar ganz nach dem Motto: «Erstmals seit 800 Jahren wird der Bevölkerung die Chance geboten, dass Schloss und seine wechselhafte Geschichte auf eine lustvolle Art und Weise kennen zu lernen, zu verstehen, zu begreifen und zu erleben». Derzeit läuft der Projektwettbewerb.


Wettbewerbsprogramm

Medienmitteilung

Ausschreibungsunterlagen

Historische Bauten

Als Eigentümerin zahlreicher historischer Bauten, für deren Unterhalt sie sorgt, ist das gepflegte Stadtbild auch ein Verdienst der Ortsgemeinde. Zu diesen historischen Bauten gehört unter anderem das «Bleulerhaus»: Dieses markante Bürgerhaus wurde im 13. Jahrhundert als Vorwerk des Schlosses Rapperswil erbaut. Im Verlauf des 15./16. Jahrhunderts erfolgten eine Umgestaltung und Anpassung des äusseren Erscheinungsbilds an die Wohnbauten der Hintergasse. Der neugotische Neubau wurde anstelle von drei Einzelbauten zwischen 1603 und 1606 erstellt, unter Einbezug der hochmittelalterlichen Baustrukturen. 1968 erwarb die Ortsgemeinde die Liegenschaft und liess das Gebäude einer Gesamtrenovierung unterziehen.


Mehr über historische Bauten in Rapperswil

Heilig Hüsli

Heilig Hüsli ist die Bezeichnung für die Brückenkapelle am ehemaligen Brückenkopf der historischen Holzbrücke Rapperswil – Hurden in Rapperswil. Der Sakralbau wurde 1551 in seiner heutigen Form als Steinbau errichtet, am nördlichen Brückenkopf der Seebrücke, dem einstigen Zugang beim heutigen Fischmarktplatz in Rapperswil. Mit dem Bau der Seedamm-Brücken für den Strassen- und Eisenbahntransport zwischen den beiden Seeufern und dem Abbruch der historischen Seebrücke verblieb die Kapelle der einzige sichtbare Überrest der historischen Seequerung. Bis zum Bau des Holzstegs zwischen Hurden und Rapperswil im Jahr 2001 stand das Heilig Hüsli isoliert auf einer kleinen Insel im Obersee vor Rapperswil und war nur auf dem Wasserweg zugänglich.


Standort Google-Maps

Holzkabinett

Der Rapperswiler Stadtförster Anton Schlumpf (1920-2004) hat mit Leidenschaft und Sachkenntnis während Jahrzehnten weit über 700 Zeugnisse der «Forstkultur» gesammelt und zu einem Museum zusammengetragen. Im Holzkabinett Grunau dokumentieren zahlreiche Werkzeuge die Wege des Holzes vom Baum bis zur Schindel. Die Sammlung greift indes über die Holzbearbeitung hinaus auf Berufszweige, die allesamt mit dem Wald und seinen Produkten zu tun haben; vom Seiler bis zum Schlosser, Korber, Ledergerber, Köhler oder Störmetzger. Anschaulich aufgerollt wird nicht nur ein Stück regionaler Forstgeschichte. Anton Schlumpfs Dokumentationen und Zeugnisse rufen auch Erinnerungen an harte, entbehrungsreiche Zeiten wach. Das Holzkabinett kann auf Voranmeldung hin besichtigt werden.


Führungen
Geschäftsstelle Ortsgemeinde Rapperswil-Jona
055 225 79 00
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Kapuzinerkloster

Seit 400 Jahren prägt das unterhalb des Berghügels gelegene Kapuzinerkloster die Geschichte von Rapperswil-Jona mit. Wurde es einst als katholisches Bollwerk gegen die vor allem von Zürich her sich ausbreitende Reformation erbaut, ist es heute Zuhause für den Kapuzinerordnen und «Kloster zum Mitleben» Kurz- und Langzeitgästen. Die Ortsgemeinde hat den Kapuzinern die grundrechtliche Nutzniessung zugesichert, solange der Orden Bestand hat. Ausserdem trägt sie die Kosten sämtlicher äusserer Unterhaltsarbeiten. Die Beheizung des Kapuzinerklosters erfolgt durch eine Holzschnitzelheizung: Geliefert werden die Schnitzel durch den Ortsgemeinde.


klosterrapperswil.ch